Kunstpreis für Menschen mit Beeinträchtigung

Nach 30jähriger künstlerischer Begleitung von Menschen mit Handicap und der Erkenntnis, dass ein ungeheures künstlerisches Potential - mit der nötigen Förderung - vorhanden ist, rief der Initiator und pädagogische Leiter der Simultania Liechtenstein Helmut Ploschnitznigg den ersten steirischen Kunstpreis ins Leben.

Diese Idee wurde nach Recherchen auch in der Grazer und Wiener Kunstszene (Neue Galerie Graz, Kunsthaus Graz, Museum für moderne Kunst Wien) begeistert aufgenommen und eventuelle Hilfe spontan zugesagt. Daraus ergab sich auch die hochkarätige Jury:
- Mumok Wien - Dir. Rainer Fuchs
- Kunsthaus Graz - Mag. Kathrin Bucher
- ORF Zentrum - Claudia Reiterer
- Präsidentin des Künstlerbundes - Brigitte Kollegger
- Licht ins Dunkel - Christine Tschürtz-Kny
- Kunstsammler - Helmut Zoidl
- Präsident des österr. Bundesrates - Gregor Hammerl

Das Endresultat der Bewertung waren zwölf Bilder von 163 eingereichten, die von eins bis zwölf gereiht wurden. Selbstportraits zum Thema "Ich bin wie du ... anders" wurden gefertigt. Zwei KundInnen der Lebenshilfe Radkersburg hatten es geschafft, unter die zwölf besten zu kommen. Dieses Projekt erreichte mit einer großen Gala und Preisverleihung im Veranstaltungszentrum Judenburg ihren Höhepunkt.

"Die machen, was sie wirklich spüren", meinte Peter Rapp, der mit seinem trockenen Humor durch den Galaabend führte.

Die Betreuerinnen von Helga Lamprecht und Sebastian Serdinschek sind sehr stolz auf die KünstlerInnen. Immerhin wird der erste Kunstkalender von Menschen mit Beeinträchtigung ihre Werke beinhalten.

Foto Kunstpreis

von links nach rechts:
Valerija Gugl, Helga Lamprecht, Peter Rapp, Sebastian Serdinschek,
Helmut Ploschitznigg, Silvia Schmidbauer, Manuela Gutmann